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Blaue Obstgarten Biene (Osmia lingnaria)

  • Bestäubung
  • Ein kleines Völkchen
  • Jahresablauf
  • Ansiedelung wilder Bienen
  • Bestäubung

    Blaue Obstgarten Bienen bestäuben sehr effektiv Obstblüten wie Äpfel und Kirschen.

    Wenn die Obstgarten Biene eine Blüte anfliegt, wir sie direkt auf dem Fruchtstempel landen und dadurch immer bestäuben, wogegen Honigbienen neben dem Fruchtblatt landen und nicht in jedem Fall die Bestäubung vollziehen.

    Die Blaue Obstgarten Biene gehört zu den Blattschneiderbienen und werden auch als Mauerbienen bezeichnet.

    Ein kleines Völkchen

    Die blaue Obstgartenbienen konstruieren Zellen und legen Eier in Hohlräume, Löcher. Die meisten Arten in der Familie bauen einzelne Zellen aus Stücke von Schnittblättern, aber sie verwenden auch Schlamm, manchmal gemischt mit gekauten Blättern oder anderen Materialien, um ihre Zellen zu bauen.

    Die blaue Obstgartenbiene ist solitär und bildet keine Kolonien jeglicher Art. Allerdings nistet sie gern in Kolonien zusammen mit anderen Obstgartenbienen. Die Blaue Obstgartenbiene ist im Frühjahr und Frühsommer aktiv und fliegt auch bei schlechtem Wetter. Das macht es zu einem hervorragenden Bestäuber von Baumfrüchten. Nur ein paar hundert weibliche Obstgartenbienen sind nötig, um einen Obstgarten mit Äpfeln und Kirschen zu bestäuben.

    Die Blaue Obstgartenbiene wird auch schon kommerziell gehalten und für Bestäubungszwecke angeboten.

    Die Weibchen sind ungefähr zwei Drittel so groß wie Honigbienen. Die Männchen sind noch einmal ein Drittel kleiner als die Weibchen, haben einen weißen Pelz auf dem Kopf und doppelt so lange, gebogene Antennen.

    Jahresablauf

    Die weibliche Obstgartenbiene, die sich gepaart hat, wird ihre mütterlichen Aktivitäten beginnen, indem sie in Holz oder Hohlzweige eine Höhle bohrt und am tiefsten Ende mit gesammeltem Schlamm auskleidet.

    Die männlichen Bienen fliegen aus, um Pollen und Nektar zu suchen.

    Sie sammelt dann Nektar und Pollen, formt sie in eine Kugel, auf der sie ein Ei legen wird, wenn sie fertig ist. Sie wird diesen Vorgang wiederholen und eine Reihe von Zellen in dieser Art aufbauen, bis die Höhle voll ist. Als letzte Reihe baut sie Nester, die leer bleiben und als physische Barriere dienen, um andere Larven und Parasiten fern zu halten. Das Ende der Höhle wir dann mit einer letzten Schlammschicht abgedichtet.

    Nachdem ein Nest fertig ist, wird das Weibchen nach einer anderen geeigneten Stelle suchen und den Prozess mehrmals bis zum Ende ihres Lebens wiederholen.

    Ansiedelung wilder Bienen

    Da die Blaue Gartenbiene fleißig auch bei geringeren Temperaturen bestäubt, als die Bienen es tun, sind sie sehr gern gesehene Insekten oder werden gezielt gekauft und in die Plantage gesetzt.

    Geeignete Nisthohlräume innerhalb des Obstgartens sind wahrscheinlich der begrenzende Faktor für die natürliche Ansiedelung der Bienen, so dass die Bereitstellung von Domizilen (d.h. Bündel von Papierstroh, Schilf- oder Bambusabschnitten, Bohren von Holzblöcken) erforderlich ist.

    Die Bereitstellung eines Eimers oder einer Schale von Schlamm in der Nähe der Domizile wird hilfreich sein, um die Bienen zu entlasten, die sonst viel Zeit für die Suche brauchen.

    Schließlich ist es sehr wichtig zu beachten, dass, obwohl die Bienen nur im Frühjahr und Frühsommer anwesend sind, die Aktivitätsperiode beträchtlich länger ist als die der Obstgartenblüte, und so werden die Bienen für mehrere Wochen weiterhin in der Plantage bleiben und sich für das nächste Jahr vorbereiten. Viele so genannte "Unkräuter" sind gute Pollen- und Nektar Quellen für die Bienen, aber auch die gezielte Anpflanzung von blühenden Kräutern und Kulturen kann die Bienen unterstützen bei der Vorbereitung auf den Winter.

    Dadurch, dass die Blaue Gartenbiene nicht in einem Volk lebt, verlässt sie auch rasch die Plantage, um neue Nistplätze zu suchen. Es hält sie kein Volk als Heimat zurück.

    Künstliche Nestkolonien sollten nicht zu groß angelegt werden, weil das bienenfressende Vögel anlockt.