Blutbienen und Buckelbienen (Sphecodes)

  • Allgemein
  • Sphecodes gibbus
  • Dichtpunktierte Blutbiene (Sphecodes crassus)
  • Die Blut- und Buckelbienen kommen weltweit sehr häufig vor (mehrere hundert Arten) und sind in Deutschland mit 25 Arten vertreten, von denen sich zwei Arten an der Bestäubung von Kulturpflanzen beteiligen. Die Sphecodes sind sogenannte Kuckucksbienen und parasitieren andere Wildbienen. Die Sphecodes legt jeweils ein Ei in das Nest ihrer Wirtsbienen. Dort schlüpft das Ei, es entwickelt sich eine Larve, die dann das Ei oder die Larve der Wirtsbiene frisst und ihren Platz in der Brutzelle einnimmt. Die Nachkommen schlüpfen schon im Sommer und verpaaren. Die Männchen sterben im Spätsommer und die Weibchen überwintern in Erdhöhlen als ausgewachsene Wildbiene. Im Frühjahr suchen diese passende Wirtsnester zur Ablage ihrer Eier. Trotzdem die Blut- und Buckelbienen keinen Pollensammelapparat haben, tragen sie zur Bestäubung bei, denn sie besuchen die Blüten bei der Suche nach Nektar und vermutlich auch nach Pollen und verbreiten dadurch den Pollen von Blüte zu Blüte.

    Hinweise für eine Ansiedelung:

    • Blut- und Buckelbienen werden sich dort ansiedeln, wo ihre Wirtsbienen nisten.

    Sphecodes gibbus

    Die Sphecodes gibbus ist mit 7 - 13 mm so groß, wie die Honigbiene, hat aber einen schmalen Hinterleib, dessen erste drei Segmente leuchtend rostrot gefärbt sind. Alle anderen Segmente sind dunkel bis schwarz. Auch die Flügel sind markant dunkel. Sie kommen in Deutschland weit verbreitet und häufig vor. Die Sphecodes gibbus parasitiert hauptsächlich Furchenbienen (Halictus), kann aber auch andere Arten als Wirt nutzen.

    Sie fliegt von Mitte April bis September auf eine Vielzahl an Blumen und Kräuter und bestäubt zusätzlich die nachfolgenden Beeren und Nutzpflanzen:

    Dichtpunktierte Blutbiene (Sphecodes crassus)

    Die Dichtpunktierte Blutbiene (Sphecodes crassus) ist mit 4 - 8 mm deutlich kleiner als die Honigbiene und hat einen schmalen Hinterleib, dessen vordere 4 Segmente leuchtend rostrot gefärbt sind. Alle anderen Segmente sind dunkel bis schwarz. Auch die Flügel sind markant dunkel. Sie kommen in Deutschland weit verbreitet und häufig vor. Die Sphecodes gibbus parasitiert hauptsächlich die Acker-Schmalbiene (Lasioglossum pauxillum), kann aber auch andere Arten als Wirt nutzen.

    Sie fliegt von Mai bis September auf eine Vielzahl an Blumen und Kräuter und bestäubt zusätzlich die Walderdbeere (Fragaris vesca).