Düsterbienen (Stelis)

  • Allgemein
  • Weißfleckige Düsterbiene (Stelis ornatula)
  • Gewöhnliche Düsterbiene (Stelis breviuscula)
  • Stelis punctulatissima
  • Die Düsterbienen sind ebenfalls weltweit vertreten und kommen in Deutschland mit 10 bekannten Arten vor. Von diesen tragen nur 3 Arten zur Bestäubung der Nutzpflanzen beitragen können (siehe unten). Die Stelis sind sogenannte Kuckucksbienen und parasitieren andere Wildbienen. Sie haben diesen Namen bekommen, weil sie insgesamt sehr dunkel aussehen und fast keine Körperzeichnungen haben. Nur wenige Arten haben kleine weiße Flecken an der Seite ihres Hinterleibes. Einzelne Arten sehen aus wie ihre Wirtsbienen. Durch ihre dunkle Erscheinung unterscheiden sie sich von allen anderen Wildbienen und sind somit recht gut erkennbar. Sie sind im Vergleich zu den Honigbienen sehr klein und sie sammeln nur für den Eigenbedarf Nektar und Pollen, nicht für die Brut. Sie leben parasitisch, das heißt, dass sie keine eigenen Nester bauen, sondern ihre Fortpflanzung dadurch sichern, dass sie ihre Eier bei anderen Wildbienen einschmuggeln und die Larven von diesen Wirtsbienen aufziehen lassen. Sie parasitieren Harz- und Wollbienen (Anthidium), Mauerbienen (Osmia), Cholostoma-, Heriades- und Mauerbienen (Megachile), vielleicht auch Ceratina-Arten. Dazu legen sie ihre Eier in das Nest ihrer Wirtsbienen. Sie verstecken das Ei im bereits angehäuften Pollenvorrat ihrer Wirtsbiene. Die Larve schlüpft recht schnell und frisst sich dann durch den Pollenvorrat, bis sie das Ei oder die Larve der Wirtsbiene erreicht. Diese wird dann ausgesaugt. Die Düsterbienenlarven verpuppen sich in der Zelle und schlüpfen im Frühjahr. Wespenbienen haben mehrere Wirte. Wespenbienen suchen ihren Nektar häufig von den gleichen Pflanzen wie ihre Wirtsbienen. Trotzdem sie keinen Pollensammelapparat haben, tragen sie zur Bestäubung bei, denn sie besuchen die Blüten bei der Suche nach Nektar und vermutlich auch nach Pollen und verbreiten dadurch den Pollen von Blüte zu Blüte.

    Hinweise für eine Ansiedelung:

    • Wespenbienen werden sich dort ansiedeln, wo ihre Wirtsbienen nisten

    Weißfleckige Düsterbiene (Stelis ornatula)

    Die Weißfleckige Düsterbiene (Stelis ornatula) ist mit 5 – 8 mm eine sehr kleine Wildbiene. Sie sind vollständig dunkel gefärbt und kommen in Deutschland weit verbreitet und häufig vor. Sie parasitiert die Mauerbienen und hier speziell die Gelbspornige Stängelbiene (Osmia claviventris). Die Stelis ornatula kommt dort vor, wo auch ihre Wirtsbienen leben, also in der Nähe von Klee und Wicke, aber auch in Brombeerhecken.

    Sie fliegt und bestäubt von Ende Mai bis Juli neben vielen Kräutern und Blumen auch die nachfolgenden Nutzpflanzen:

    Gewöhnliche Düsterbiene (Stelis breviuscula)

    Die Gewöhnliche Düsterbiene (Stelis breviuscula) ist mit 5 – 6 mm eine sehr kleine Wildbiene. Sie hat seitlich am Hinterleib kleine weiße Flecken. Die Stelis ornatula ist in Deutschland weit verbreitet und kommt mäßig häufig vor. Sie parasitiert die Löcherbienen (Heriades) und hier speziell die Gemeine Löcherbiene (Heriades truncorum). Die Stelis ornatula kommt dort vor, wo auch ihre Wirtsbienen leben, also in der Nähe von Korbblütlern (Asteraceae) wie Disteln, Greiskraut, Kamille, Rainfarn, Schafgarbe, fliegt aber zur Nahrungsaufnahme sehr gern in Brombeerhecken. Sie bestäubt von Juni bis August neben vielen Kräutern und Blumen auch die Brombeeren (Rubus fruticosus).

    Stelis punctulatissima

    Die Stelis punctulatissima ist mit 8 - 11 mm deutlich kleiner als die Honigbiene. Sie hat helle Ränder an jedem Hinterleibsring und ist dadurch gut erkennbar. Sie ist in Deutschland weit verbreitet und kommt häufig vor. Sie parasitiert die Harz- und Wollbienen, und hier speziell Die Garten- und die Spalten-Wollbienen. Die Stelis punctulatissima kommt dort vor, wo auch ihre Wirtsbienen leben, also in der Nähe von Klee, Luzerne und Wicke, aber auch in Brombeerhecken.

    Sie fliegt und bestäubt von Ende Mai bis Anfang September neben vielen Kräutern und Blumen auch die nachfolgenden landwirtschaftlichen Nutzpflanzen: